🌱 Warum autofrei leben?
Das Auto war gestern. Heute leben wir autofrei! Autofrei und Spaß dabei!
Wir alle leben bei weitem über die Verhältnisse unseres Planeten. Autos zerstören die Umwelt, gefährden die Gesundheit und Sicherheit der Menschen, sind zutiefst ungerecht und verschlechtern das gesellschaftliche Miteinander. Ohne Autos wäre die Welt schöner!
Ein Leben ohne Auto bietet viele Vorteile
Häufige Fragen
1. Warum ohne Auto leben? - Es gibt doch Biosprit oder umweltfreundliche Erdgas- und Elektroautos!
Dass Autos die nichterneuerbare Ressource Erdöl oder Erdgas verbrennen, ist nur ein Argument von vielen gegen das Auto. Hinzu kommt zunächst der Materialverbrauch für die Herstellung des Gefährts. Bei der Produktion von Autos wird genau so viel CO2 freigesetzt wie bei ihrer Nutzung.
Darüber hinaus versiegeln die vielen Straßen für die Autos natürliche Böden und zerschneiden Landschaften sowie Stadtquartiere. Jedes Auto nimmt mindestens 20 qm Platz im öffentlichen Raum in Anspruch, verursacht Lärm und gefährdet die Gesundheit und das Leben der Menschen. Alternative Kraftstoffe lösen diese Probleme nicht.
Um genug Agrosprit (z.B. Öl aus Raps oder Alkohol aus Weizen) für alle deutschen PKW herzustellen, wäre mehr landwirtschaftliche Fläche nötig als Deutschland überhaupt hat. In einer Situation, in der ein Ende des Welthungerproblems noch nicht absehbar ist, würden potenzielle Lebensmittel zu Sprit verarbeitet. Außerdem ist inzwischen erwiesen, dass Agrosprit gegenüber fossilen Treibstoffen keinerlei ökologischen Vorteil bietet.
Elektroautos haben gegenüber den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor nur auf den ersten Blick den Vorteil der geringeren Lärmentwicklung und den geringerer Emissionswerte. Ab einer Geschwindigkeit von 40 km/h sind die Rollgeräusche von Autos lauter als ihr Motor, und bei der Erzeugung des Stroms für die Aufladung der Batterien entstehen natürlich auch Abgase, nur eben anderswo.
Auch Wasserstoff muss unter Einsatz von Energie gewonnen werden. Wird er aus Erdgas hergestellt, entsteht sogar mehr CO2 als bei der direkten Verbrennung des Treibstoffs. Bei der Herstellung aus Wasser (Elektrolyse), evtl. unter Einsatz von Solarstrom, geht durch die verschiedenen Umwandlungsprozesse viel Energie verloren.
Wenn der Strom für die Batterien oder die Produktion von Wasserstoff mit erneuerbaren Energie hergestellt wird, ist das grundsätzlich zu begrüßen. Das Auto würde dann tatsächlich emissionsfrei fahren. Allerdings muss dabei bedacht werden, dass die erneuerbaren Energien, die dabei genutzt werden, nicht mehr der Industrie, dem Gewerbe oder den privaten Haushalten zur Verfügung steht. Diese müssen dann den vorhandenen Kohle- oder Atomstrom verwenden.
2.) Hängt nicht jeder siebte Arbeitsplatz vom Auto ab?
"Jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland hängt vom Auto ab", so wird oft argumentiert. Dies beträfe rund fünf Millionen Menschen. Tatsächlich ist der Automobilindustrie (rund 720.000) und den Zulieferbetrieben (etwa 800.000) zusammen gerechnet jeder 27. Arbeitsplatz zuzuschreiben. Der größte Anteil wird dem Bereich "Nutzung und Vertrieb" mit 3,35 Millionen Arbeitsplätzen angerechnet. Hier werden Beschäftigte von Banken, Versicherungen und Behörden großzügig mitgerechnet. Hinzu kommen Beschäftigte im Gesundheitsbereich, bei der Polizei, in den Ordnungsämtern und bei Versicherungen.
Zwar hängen viele Arbeitsplätze vom Auto ab. Das heißt aber nicht, dass dies für alle Zeiten so bleiben muss. Die Zahl der Beschäftigten in der Automobilindustrie liegt unter jener der achtziger Jahre. Grund sind Rationalisierungen in der Fertigung und Verlagerungen ins Ausland. In einer Untersuchung aus dem Jahre 1998 wurde nachgewiesen, dass schon bei einer Senkung der Pkw-Verkehrsleistung um 10 Prozent im Saldo rund 200.000 neue Arbeitsplätze entstünden. Wer in der Autoproduktion "entbehrlich" würde, könnte entsprechende Tätigkeiten in der Bahn- und Busindustrie erhalten. Und im Ernst: Fahren Sie Auto, um die Arbeitsplätze in der Autoindustrie zu sichern?